Historische Putzstrukturen sind wieder gefragt – von der klassischen Denkmalpflege bis zur modernen Architektur. Mit unserem mineralischen CreativClassico bringen Handwerkerinnen und Handwerker traditionelle Optiken wirtschaftlich und sicher an die Fassade. Ein Produkt, viele Handschriften: von ruhig gefilzt bis kräftig gekratzt, von Leierputz bis Lämmerschwanz.
Wenn es um Sanierung, Denkmalpflege oder bewusst handwerklich gestaltete Architektur geht, entscheidet die Oberfläche über den Charakter eines Gebäudes. Genau hier setzen wir mit CreativClassico an: ein mineralischer Edelputz für außen und innen, der klassische Strukturtechniken wieder praktikabel macht – ganz ohne Abstriche bei Verarbeitungssicherheit und Beständigkeit. Ein Material, viele Möglichkeiten – von ruhig gefilzt bis kräftig gekratzt.
Bei historischen Strukturen gilt mehr denn je: Die Vorbereitung entscheidet über das Ergebnis. Der Untergrund muss sauber, tragfähig, eben und trocken sein. Abgebundene Unterputze brauchen ausreichend Standzeit – als Faustregel gilt ein Tag pro Millimeter Auftragsdicke. Je nach Untergrund helfen passende Grundierungen und Haftbrücken aus unserem Programm:
multiContact MC 55 W – auf Beton
Wer die gewünschte Optik sicher treffen will, legt vorab eine Probefläche an. Dort werden Konsistenz, Werkzeugführung und der persönliche Rhythmus festgelegt – so sieht man das Ergebnis, bevor die große Fläche startet.
Naturweißer, mineralischer Haftmörtel, Renovier- und Fassadenhaftputz
Pigmentierte, quarzgefüllte Grundierung für besondere Putze
CreativClassico wird mit sauberem Wasser zu geschmeidiger Konsistenz angerührt – im Durchlauf- oder Zwangsmischer reichen rund 3 Minuten Mischzeit. Aufgetragen wird von Hand mit der Edelstahltraufel oder maschinell per Spritzgerät. Die Schichtdicke liegt je nach gewünschter Struktur typischerweise zwischen 2 und 10 mm – ein Bereich, der sowohl feine als auch ausgeprägte historische Oberflächen erlaubt. Wichtig: gleichmäßig arbeiten, Kanten vermeiden und größere Flächen am Stück strukturieren.
Was CreativClassico besonders macht: Mit einem einzigen Material lassen sich acht klassische Strukturen umsetzen.
Der dünnflüssig eingestellte Putz wird mit der Putzleier in etwa drei Lagen aufgespritzt. Abstand und Konsistenz bestimmen Handwerkerinnen und Handwerker am besten an einer Probefläche. Das Ergebnis wirkt lebendig, leicht reliefiert und erinnert an traditionelle Fassadenbilder.

Eine gleichmäßige Schichtstärke ist entscheidend; hilfreich ist das Vorkämmen beziehungsweise Egalisieren mit der Zahntraufel. Die Struktur wird anschließend mit der Kante einer Kelle in den Putz „geschrieben“. Weil das gratfreie Abziehen anspruchsvoll ist, eignet sich die Technik eher für kleinere Flächen oder Akzentzonen.

Hier entsteht die Optik durch übereinander gehende, verflochtene Züge mit dem Rücken der Glätte. Die Struktur verzeiht Ansätze eher als manche anderen Techniken, dennoch bleibt eine gleichmäßige Schichtstärke hier die Basis.
Für kratzputzähnliche Oberflächen wird kräftiger aufgetragen (circa 8–10 mm). Am Folgetag – je nach Untergrund und Witterung – wird mit geeignetem Kratzwerkzeug gekratzt; der richtige Zeitpunkt ist erreicht, wenn sich das Werkzeug nicht mehr zusetzt. Das Kornbild wirkt robust und authentisch.

Für ruhige, hochwertige Flächen wird gleichmäßig aufgezogen und beim Ansteifen mit leicht angefeuchtetem, weißem Schwammbrett gefilzt. Eine saubere Gleichmäßigkeit verhindert unterschiedliche Filzbilder.

Mit Kellen (zum Beispiel Dreieckkelle eckig oder rund) wird die Fläche gleichmäßig modelliert. Soll verwaschen werden, warten Handwerkerinnen und Handwerker, bis ausreichende Festigkeit erreicht ist, der Putz aber noch bearbeitbar bleibt. Ein bewährter Trick: Frischen Mörtel dem Wasser zum Verwaschen zugeben – damit lassen sich auch kleine Poren leichter schließen.

In den frischen Putz wird mit Reisigbesen oder selbstgebauten Werkzeugen (zum Beispiel gebündelte Rundhölzer mit Zwischenräumen) gleichmäßig gestupst. Auftragsstärke, Konsistenz, Intensität und Werkzeugart bestimmen den Charakter – von fein bis sehr markant.

Die Oberfläche wird so bearbeitet, dass geschwungene, leicht überlappende Strukturen entstehen. Diese erinnern optisch an die Form eines Lämmerschwanzes. Die Struktur entsteht mit der Kelle oder dem Glätter. Typisch sind halbkreisförmige oder fächerartige Kellenzüge, die rhythmisch nebeneinander gesetzt werden.

Historische Strukturen leben vom Werkzeug – und CreativClassico spielt hier seine Stärke aus: Jeder Gegenstand kann zum Strukturwerkzeug werden. Klassischer Putzerkamm, Besen, verschiedene Kellen oder selbst hergestellte Hilfen eröffnen eine große Bandbreite feinkörniger Oberflächen. So lassen sich regionale oder objektspezifische Handschriften nachbilden – interessant für Sanierung, Rekonstruktion und bewusste Gestaltung.
Bei sehr feinen Körnungen unter 2 mm empfehlen wir im Außenbereich eine Armierung – zum Beispiel mit multiContact MC 55 W in Kombination mit StarTex Fein – um Spannungen sicher aufzunehmen. Und wie bei mineralischen Oberputzen üblich gilt: Ein Anstrich beziehungsweise Schutzanstrich erhöht Robustheit, Farbbrillanz und Langzeitbeständigkeit.
„CreativClassico“ verbindet mineralische Beständigkeit mit einem seltenen Plus: der Fähigkeit, historische Putzstrukturen praxisnah auf die Baustelle zu holen. Wer den Untergrund sauber vorbereitet, eine Probefläche anlegt und im richtigen Timing strukturiert, erzielt reproduzierbare, handwerklich geprägte Oberflächen – von traditionell bis modern. So wird Baukultur nicht nur erhalten, sondern sichtbar weitergebaut. Der Standard-Farbton ist weiß, es gibt weitere Farbtöne nach dem Baumit- Farbprogramm-Life. Darüber hinaus ist er nach dem ECO-Label zertifiziert.