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Privatkunde

Die längste „Wanderbaustelle“
der Allgäuer Bergwelt

In den Hochalpen bei Bad Hindelang entsteht auf 80 Kilometern und 6.000 Höhenmetern der „Grenzgänger-Weg“ – Wege werden gesichert und das mit unserem GALA 44.

Selten hat eine Baustelle Menschen so sehr fasziniert und nie zuvor war der Begriff „Wanderbaustelle“ zutreffender als für die aktuelle Bautrasse hoch droben in den Allgäuer Alpen nahe Bad Hindelang (Allgäu). In alpinem Gelände schlagen Wegebauer derzeit generalstabsmäßig Haken in Felswände ziehen Sicherungs-Drahtseile ein, fixieren Eisenstufen, sichern Wander- und Kletterpfade oder installieren zusätzliche Hinweisschilder. Einen Blick für das imposante Bergpanorama oder die intakte alpine Flora und Fauna haben die Bauarbeiter nur manchmal, denn es muss schnell gehen: Nur 80 Arbeitstage stehen aufgrund der Witterungsverhältnisse in dem hochalpinen Gelände zur Verfügung. Auf einer Länge von rund 80 Kilometern und 6.000 Höhenmetern entsteht in einem der schönsten Tourengebiete zwischen Deutschland und Österreich auf bestehendem Wegenetz der „Grenzgänger-Weg“.    

Die 2017 gestarteten Baumaßnahmen sind mühsame Klein- und Handarbeit, bei der es darum geht, die Routen sicherer zu machen, ohne in die Strukturen der Natur einzugreifen oder den alpinen Charakter der Wanderwege und Kletterrouten zu verändern. Alle Wegeabschnitte werden in Absprache mit Grundstückseigentümern und Naturschutzbehörden naturnah gesichert.

„Das Projekt Grenzgänger ist ein außergewöhnliches und im gesamten Alpenraum bislang einmaliges touristisches Projekt. Auf der derzeit wohl längsten hochalpinen Baustelle der Alpen setzen wir bis Ende 2021 Wege instand. Wir werden auf naturverträgliche Art agieren und die Wege auf einen verlässlich hohen Standard in Sachen Qualität und Sicherheit bringen“, sagt Grenzgänger-Projektleiter Thilo Kreier.

„Ein Pfad bleibt auch nach den Arbeiten ein Pfad. Es findet beim Grenzgänger kein Ausbau statt, sondern wir machen die Wege sicherer und wollen unsere Natur erhalten. Das bedeutet unter anderem, dass wir die Tourengeher so lenken, dass unsere großartige Pflanzen- und Tierwelt in den Allgäuer Hochalpen nachhaltig geschützt wird. Das Ziel des Projekts ist ein naturverträglicher und sanfter Tourismus – Kletter- und Wandertourismus um jedem Preis wollen wir nicht“, fügt Thilo Kreier hinzu.

Der Grenzgänger-Weg verläuft auf sechs Etappen auf dem Grenzkamm zwischen Bayern und Tirol. Die Route führt vom beliebten Ferienort Bad Hindelang in den Allgäuer Alpen und der Gemeinde Schattwald im Tannheimer Tal/Tirol (Österreich) bis in die Oberstdorfer Berge, hinüber nach Hinterhornbach hoch über dem österreichischen Lechtal und wieder zurück ins wunderschöne Ostrachtal mit dem Bergdorf Hinterstein. Die Routen führen größtenteils durch die Naturschutzgebiete Allgäuer Hochalpen und Vilsalpsee. In der beliebten Tourenregion locken verschiedene  Bergklassiker – insbesondere die Tour zum „Hochvogel“, der als „König der Allgäuer Alpen“ gilt. Ausgangspunkt zum Hochvogel und für weitere Touren ist das „Prinz-Luitpold-Haus“: Die auf 1846 Höhenmetern gelegene Hütte des Deutschen Alpenvereins über dem Tal des Bärgündlebachs ist die älteste Schutzhütte in den Allgäuer Alpen. Das Prinz-Luitpold-Haus liegt auch am bekannten Jubiläumsweg, der sich mit dem Grenzgänger entlang der Grenze zu Tirol vorbei am malerischen Schrecksee ein Stück lang sogar die Strecke teilt.    

Alle Etappen und Wegstrecken finden sich übrigens auch im Rother-Wanderführer „Grenzgänger-Weg“. Auf 128 Seiten erfahren Interessierte von Autorin Erika Spengler Wissenswertes zu Streckenlängen, Etappenbeschreibungen und Höhenprofilen rund um das Grenzgänger-Projekt sowie zu weiteren 20 Touren, die entlang der Grenzgänger-Route liegen. „Der Grenzgänger ist ein Ticket in eine andere Welt fernab von Terminen, Verpflichtungen und Konsum. Hier gelten Begriffe wie Staunen, Vorankommen und Wohlergehen“, sagt Autorin Erika Spengler und fügt ergänzend hinzu: „Einen Druck, den Weg komplett am Stück zu laufen, muss man sich übrigens nicht machen. Auf der Grenzgänger-Route führen verschiedene Abstiege direkt wieder ins Tal – man kann also die Tour jederzeit unterbrechen und später wieder weiterlaufen.“

Der Grenzgänger ist ein durch das EU-Programm „Interreg“ unterstütztes Gemeinschaftsprojekt von Bad Hindelang Tourismus sowie den Tourismusverbänden Tannheimer Tal und Lechtal (beide Tirol/Österreich). Weiterer Partner ist die Alpenvereins-Sektion Allgäu-Immenstadt. Das Projekt hat ein Gesamtbudget von 1,55 Millionen Euro und wird von der EU zu 75 Prozent finanziell gefördert.

Eine topografische Wanderkarte im Maßstab 1:25.000 zum Grenzgänger ist kostenlos bei den Tourist Informationen in Bad Hindelang, Oberjoch und im Tannheimer Tal und Lechtal erhältlich.

Textquelle: PR-Text Denkinger Agentur