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Feuchtigkeit und Temperatur im Schlafzimmer

In der Regel liegen die Temperaturen im Schlafzimmer unter denen der Wohnbereiche. Der Aufenthalt während der Nachtstunden, in denen der Mensch durch Schwitzen sowie durch die Atemluft viel Feuchtigkeit verliert, erhöht die Luftfeuchtigkeit. Das Zusammenspiel von Luftfeuchtigkeit und Temperatur unterstützt somit die Schimmelbildung und erfordert ein sorgfältiges Lüftverhalten, um diesen Vorgang zu unterbinden.

Tipps für das Schlafzimmer

  • Die Luftfeuchtigkeit im Blick behalten

Die meisten Menschen schlafen zwischen fünf und acht Stunden in der Nacht, während der sie sich in ihrem Schlafzimmer aufhalten. Die gesunde Schlafumgebung fördert die Erholung beim Schlafen, weshalb in diesen Räumlichkeiten gerne auf natürliche Materialien im Bereich von Wandbelägen und Mobiliar geachtet wird. Die optimalen Raumluftverhältnisse im Schlafzimmer liegen bei einer Temperatur zwischen 16 und 18 °C, während die Raumluftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 % liegen sollte. Liegt die Luftfeuchtigkeit darüber, kann Schimmel im Schlafzimmer zum Problem für die Gesundheit werden.

Während des Schlafs verliert der Mensch eine Menge Feuchtigkeit an die Luft. Bei jedem Atemzug gelangt Wasser über die Atemluft in den Raum, während der Körper transpiriert und Körperflüssigkeit als Schweiß an die Luft abgibt. Schlafen mehrere Menschen in einem Schlafzimmer oder sind auch Haustiere während der Nacht vor Ort, kann sich eine relative Luftfeuchte von 60 % über Nacht auf 70 % erhöhen. Dieser hohe Wert sollte am frühen Morgen möglichst zeitig durch gutes Stoßlüften ausgeglichen werden. Entsprechend wichtig ist es, die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer zu beobachten und entsprechend die Temperatur zu regulieren sowie auf eine gute Belüftung zu achten. Nutzen Sie hierfür ein handelsübliches Hygrometer, das Ihnen die Raumluftmessung erleichtert. Dabei ist es nicht zwangsläufig erforderlich, das Fenster die ganze Nacht über offen zu halten. Gerade in der kalten Jahreszeit könnte dies sonst zu einem Auskühlen der Räume und Wände führen, welches sich negativ auf die Wohnqualität auswirkt und die Bildung von Schimmel im Schlafzimmer fördern kann.

  • Gutes Verhältnis von Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Das gute Raumklima können Sie bei Bedarf mit verschiedenen Maßnahmen unterstützen. An erster Stelle steht die Beobachtung der Luftfeuchtigkeit und der Temperatur mit einem kombinierten Thermometer und Hydrometer. Dabei sollte auch das Wohlbefinden der Raumnutzer berücksichtigt werden, um eine angenehme Kühle zum Schlafen zu erhalten, ohne die Raumluftqualität zu beeinträchtigen. Je kühler die Raumtemperatur durch die Nutzer beim Schlafen bevorzugt wird, desto wichtiger ist eine niedrige Raumluftfeuchte, um Schimmel im Schlafzimmer zu vermeiden. Wird dieser Aspekt nicht beachtet, reicht bei niedrigen Temperaturen oft eine normalerweise noch gute Raumluftfeuchte von 60% aus, um Schimmelpilzen eine Basis zum Gedeihen zu bieten.

Messen Sie für eine erste Einschätzung während wenigstens einer Woche die Luftfeuchte beim Schlafengehen sowie beim Aufstehen, um die Veränderung zu ermitteln. Vergleichen Sie Ihre Werte mit den empfohlenen Verhältnissen (Temperatur 16-18 °C / Luftfeuchte 40-60%). Abweichungen zwischen Optimalwerten und vorliegenden Werten sollten Sie mit entsprechenden Gegenmaßnahmen regulieren, um die Bildung von Schimmelpilz im Schlafzimmer zu vermeiden und durch die Raumluftqualität den gesunden Schlaf zu unterstützen.

  • Zu hohe Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer reduzieren

Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit im Schlafraum kann zu Kondenswasserbildung an Oberflächen wie Fenstern und Wänden führen, wodurch Schimmelbildung gefördert wird. Sollte sich Schimmelpilz im Schlafzimmer angesiedelt haben, ist seine Entfernung sehr aufwendig und oft nur mit komplexen Sanierungsmaßnahmen durch Spezialfirmen zu beheben. Die gute Vorsorge ist daher essentiell für die Raumgesundheit. Lüften Sie morgens direkt nach dem Aufstehen sowie abends vor dem Schlafengehen, wenn Sie eine regelmäßig zu hohe Luftfeuchtigkeit feststellen. Ein Stoßlüften über 10 Minuten gilt dabei als effektiver als ein Dauerlüften mit gekippten Fenstern.

Heizen Sie in der kalten Jahreszeit auch im Schlafzimmer ein wenig, um den Luftaustausch beim Lüften zu fördern. Doch auch im Sommer sollten Sie auf die regelmäßige Belüftung achten, um die Luftfeuchtigkeit im empfohlenen Wertbereich zu halten. Lässt sich die Luftfeuchtigkeit über das Heizen und Lüften nicht ausreichend regulieren, können Sie mit Hausmitteln wie Salz in einem Schälchen arbeiten, um die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren. Alternativ bieten sich moderne Luftentfeuchter als Unterstützung an. Ist dieser Bedarf vorhanden, sollte in jedem Fall auch die Ursache der hohen Luftfeuchtigkeit ermittelt werden, um Baumängel auszuschließen und die Gefahr von Schimmelpilz im Schlafzimmer zu minimieren.

  • Zu trockene Raumluft dezent befeuchten

Während zu hohe Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer die Schimmelbildung fördert, kann zu trockene Luft die Raumluftqualität ebenfalls beeinträchtigen. Eventuell vorhandene Schadorganismen können in trockener Luft mit dem Staub durch die Luft gewirbelt werden. Wird diese Luft eingeatmet, können die Schleimhäute gereizt werden. Doch erst, wenn die Raumluftfeuchte im Schlafzimmer dauerhaft unter 40 % liegt, sollten Sie mit einer Raumluftbefeuchtung arbeiten, da je nach Anzahl der Personen, die in der Nacht den Raum benutzen, eine Steigerung der Luftfeuchtigkeit erfolgt. 

Stellen Sie ein kleines Schälchen mit Wasser in den Raum, damit dieses durch die Verdunstung die Raumluft reguliert. Achten Sie jedoch darauf, das Wasser regelmäßig zu wechseln und das Schälchen zu reinigen, da sich in stehendem Wasser Keime und Bakterien ansammeln können. Moderne Luftbefeuchter können ebenfalls helfen, die Raumluft feucht zu halten. Diese gibt es im Handel als manuelle Variante zum Anhängen an den Heizkörper sowie als elektrischen Zerstäuber, der entsprechend der gewünschten Einstellung regelmäßig Feuchtigkeit in die Raumluft einbringt.

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