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Richtig Lüften und Heizen


Richtiges Lüften und eine höhere Temperatur verringern die Kondensatbildung und wirken aktiv gegen Schimmelbildung.

10 wirkungsvolle Tipps

Mit diesen 10 wirkungsvollen Tipps gehen Sie aktiv gegen die Bildung von Schimmel vor:

  • Stoßlüftung bevorzugen!
  • Temperaturabsenkungen ungenutzter Räume (vor allem nachts) vermeiden.
  • Ist regelmäßiges Lüften nicht möglich, automatische Lüftungsanlage vorsehen.
  • Auskühlen von Räumen verhindern!
  • Kellerräume nur lüften, wenn die Außentemperatur geringer ist als die Innentemperatur.
  • Keine indirekte Beheizung über andere Räume!
  • Gleichmäßige Raumtemperatur oder unbenutzte Räume schließen!
  • Höhere Temperaturen verringern die Kondensationsneigung und wirken so gegen Schimmel!
  • Möbel nicht direkt an Außenwände stellen sondern 10 cm entfernt!
  • Zirkulation ermöglichen (Möbel nicht raumhoch; Möbel mit Füßen versehen)

Anleitung Lüften und Heizen

Optimale Luftfeuchtigkeit

Richtig Lüften

Bei der Nutzung von Wohnräumen entsteht Wasserdampf, der nach außen abgeführt werden muss. Am einfachsten und effektivsten ist das mit Lüften möglich. Richtig Lüften heißt, die Fenster möglichst weit zu öffnen, um die feuchte Luft vollständig und vor allem schnell auszutauschen. Idealerweise erreicht man dies mit einer Querlüftung, bei der gegenüber liegende Fenster und Türen (auch über mehrere Zimmer hinweg) gleichzeitig geöffnet werden. Bereits nach wenigen Minuten ist die gesamte Luftmenge im Raum ausgetauscht, ohne die Wände auszukühlen. Kondensation wird so verhindert. Dieser Vorgang sollte mehrmals am Tag wiederholt werden (Luftwechselrate 0,5 / h = ½ Gebäudevolumen pro Stunde). Ist das nichtmöglich, eine automatische Lüftungsanlage vorsehen.



Vermeidbare Feuchtigkeitsquellen reduzieren

Um zusätzlichen Feuchteeintrag möglichst gering zu halten, sollte Wäsche in speziellen Trockenräumen oder an der frischen Luft getrocknet werden. Eine Lösung ist auch ein moderner Kondenstrockner. Zimmerpflanzen können zwar für eine bessere Raumluft sorgen, erhöhen aber durch Wasser in den Töpfen (Verdunstung) und Wasserabgabe über die Blätter weiter die Feuchtigkeit. Der Bestand sollte darum reduziert oder angemessen gehalten werden. Ein Aufstellen von Zimmerpflanzen an Fenstern ist zu vermeiden, da das richtige Lüften erschwert wird.

Richtig Lüften: Bei der Querlüftung sind die Fenster und Türen für 2-5 Minuten ganz offen. Raum und Wände kühlen nicht aus.

Falsches Lüften: Kipplüftung, Fenster bleiben für längere Zeit gekippt. Raum und Wände kühlen nicht aus, Gefahr der Kondenswasserbildung.

Richtig heizen

Während der Heizperiode soll die Raumtemperatur mögichst konstant gehalten werden. Beim Verlassen des Hauses soll die Heizung nicht gedrosselt werden. Die Wände kühlen aus – es besteht das Risiko der Kondensation. Der Einspareffekt ist zudem gering, da das Gebäude nach der Rückkehr erst wieder „warm” geheizt werden muss. Kein Erwärmen von kalten Räumen durch Offenlassen von Türen (überschlagen), besser gleichmäßig verteilt alle Heizkörper mit geringerer Leistung betreiben. Bei unzureichendem Heizen tritt derselbe physikalische Vorgang der Kondensation ein. Feuchtigkeitsgesättigte Luft kondensiert in kalten Räumen unerwünscht aus und kann so zu Schimmelbildung führen.

Feuchtetransport mit Kondensation durch ungleichmäßige beheizte Räume ist zu vermeiden!

 Schlechte Luftzirkulation

Verstärkt wird dieser Vorgang noch durch schlechte Luftzirkulation hinter zu eng an den Wänden stehen den Möbeln. Hier kann sich Schimmel lange Zeit versteckt ausbreiten und wird oftmals erst bei einem Umzug oder bei Renovierungsmaßnahmen entdeckt.

Kosten sparen

Durch richtiges Lüften und Heizen lassen sich Heizenergie und damit Kosten sparen. Der Betrieb des Hauses, sowie hier dargestellt, benötigt am wenigsten Energie für ein angenehmes Raumklima! Zudem wirkt trockene Luft wärmer, so dass die Raumtemperatur reduziert werden kann. Bestehen keine sonstigen baulichen Mängel, wird Schimmelbildung im Ansatz verhindert.


Aufklären!
Erklären Sie den Hausbewohnern den richtigen „Betrieb” des Gebäudes. Dies gilt besonders nach erfolgter Sanierung (Fenster mit verbesserter Gebäudedichtheit).

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